UDP vs. TCP: Was ist der Unterschied?

OpenVPN ist ein beliebtes und sicheres VPN-Tunneling-Protokoll, das auf verschiedene Arten implementiert werden kann. Zwei gängige Anwendungen sind das User Datagram Protocol (UDP) und das Transmission Control Protocol (TCP). Jedes Protokoll hat unterschiedliche Vorteile in Bezug auf Datenschutz und Verbindungsgeschwindigkeit, wodurch es für bestimmte Aufgaben wie Streaming besser geeignet ist.

In diesem Leitfaden analysieren wir den Unterschied zwischen TCP- und UDP-Protokollen – damit Sie entscheiden können, welches Sie in Ihrem VPN-Client verwenden möchten.

Was ist UDP?

Das UDP-Protokoll ist ein häufig implementiertes Protokoll, das für OpenVPN-Verbindungen verwendet wird. OpenVPN UDP läuft am häufigsten über die UDP-Ports 500, 4500 oder 1194.

UDP wird im Allgemeinen für alle VPN-Übertragungen bevorzugt, einschließlich datenintensiver Aufgaben wie Streaming oder Torrenting über P2P. Dies liegt daran, dass UDP dank niedriger Latenzzeiten und einer höheren Toleranz gegenüber Paketverlusten während der Übertragung bessere Geschwindigkeiten bietet.

Ein Vorteil von UDP ist, dass es keine Fehlererkennung oder -korrektur beinhaltet. Dies wird zu einem Nachteil, wenn VPN-Benutzer den Verlust von mehr als ein paar Paketen gleichzeitig erleben. In diesem Fall bricht die VPN-Verbindung ab – was bedeutet, dass Sie (wenn Sie keinen Killswitch verwenden) unverschlüsselte Daten an Ihren Internetdienstanbieter weitergeben könnten. Dies ist problematisch, wenn Sie beispielsweise urheberrechtlich geschütztes Material P2P in Ländern herunterladen, in denen dies verboten ist.

Trotzdem ist UDP für die meisten VPN-Benutzer die natürliche Wahl, da es ein hohes Maß an Effizienz bietet.

Wenn Sie eine VPN-Verschleierung (Stealth-Modus) zur Umgehung von Firewalls benötigen oder Probleme bei der Verwendung von UDP haben (wegen einer miesen Internetverbindung), sollten Sie auf das OpenVPN-TCP-Protokoll umsteigen.

Was ist TCP?

Das Transmission Control Protocol (TCP) wird von Netzwerktechnikern oft als „hässlich“ bezeichnet. Es ist ein Kommunikationsprotokoll, das eine Fehlerkorrektur implementiert. Das bedeutet, dass TCP immer darauf wartet, dass verlorene Pakete erneut gesendet werden. Das bedeutet auch, dass TCP generell langsamer ist als UDP. Das TCP-Protokoll läuft normalerweise über TCP-Port 1701, 1723 oder 443.

Da es langsamer ist, sollte TCP nur unter ganz bestimmten Umständen verwendet werden:

  • Sie müssen OpenVPN als HTTPS über Port 443 tarnen, um die VPN-Nutzung an Orten mit Firewalls (China, Iran und Ägypten) zu verbergen.

  • Sie leiden unter einer sehr schlechten Internetverbindung und der VPN-Dienst fällt immer wieder aus und zwingt Ihren Killswitch zum Einschalten.

  • Ihr VPN hat keinen Killswitch, Ihre Internetverbindung ist temperamentvoll und Sie haben Angst, dass UDP ausfällt und Sie Daten an Ihren ISP verlieren.

UDP gegen TCP

Wenn Sie ein VPN erhalten, können alle verfügbaren Verschlüsselungsoptionen etwas verwirrend erscheinen. Die Option zum Umschalten zwischen dem OpenVPN-TCP-Protokoll und dem OpenVPN-UDP-Protokoll ist eine praktische Ergänzung für jeden VPN-Client. Es wird sich immer dann als nützlich erweisen, wenn Sie Schwierigkeiten haben, eine stabile VPN-Verbindung aufzubauen.

In der Regel ist es am besten, bei UDP zu bleiben, da dies als die schnellste, angenehmste und zuverlässigste Option gilt, und TCP nur dann zu verwenden, wenn dies ausdrücklich erforderlich ist.